Nippel · Kupplung · Schlauch · Schaft
Größeres Gewinde bedeutet nicht immer mehr Durchfluss
Schlauch, Ventile, Kupplung und Packer auf das Material abstimmen. Der engste Kanal kann die Förderleistung des gesamten Systems begrenzen.
Durchfluss: Wie viel Material fließt unter welchen Bedingungen?
Durchgangsgröße wird in Millimetern, Förderleistung in Litern pro Minute angegeben. Die Fördermenge hängt außerdem von Materialviskosität, Schlauchlänge und Arbeitsdruck ab.
Verfolgen Sie den Materialweg von der Pumpe bis zum Packeraustritt. Ein Nippeltausch hilft nur, wenn der Nippel den Durchfluss begrenzt.
Druck steigt, Förderung sinkt: Was bedeutet das?
Steigt der Druck bei sinkendem Materialfluss? Prüfen Sie Schlauch, Ventile und Packer auf Engstellen sowie den Materialzustand. Ist das System frei, kann der Widerstand an der Injektionsstelle die Ursache sein.
Vor dem Trennen Pumpe stoppen und System nach Geräteanleitung drucklos machen. Keine unter Druck stehenden Bauteile trennen.
Den gesamten Förderweg verfolgen.
Wählen Sie ein Bauteil, um Einflüsse auf die Materialförderung zu sehen.
Pumpe auf Material und Förderleistung abstimmen. Arbeitsdruck entsprechend Injektionsaufgabe und Grenzen der angeschlossenen Bauteile einstellen.
Auswahl: Materialart, Arbeitsdruck und Förderleistung.Der Nippeldurchgang ist ein Maß, keine Literleistung
Vergleichen Sie die Durchgangsdurchmesser. Ein größerer Kanal erleichtert die Förderung, sofern auch die übrigen Systemteile das gewählte Material durchlassen.
Wechseln Sie den Anschluss und vergleichen Sie die Kanalgröße bei gleichem Packerumriss.
M6x1 · SWG / PRE| Anschluss / Typ | Ungefährer Durchgang | Bedeutung für die Auswahl |
|---|---|---|
| M6x1, konisch SWG / PRE | etwa 1 mm | Kleiner Durchgang; passende Kegelkupplung und Kanal durch den gesamten Packer prüfen. |
| M6x1, Flachkopf FWG / FPRE | etwa 1,5 mm | Andere Kupplung und Anschlussart. Das Gewinde bleibt M6x1. |
| Konischer Kunststoffnippel; Beispiel PI-P 12/65 | etwa 2 mm | Der Wert gilt für die beschriebene Bauart, nicht für alle Kunststoffpacker. |
| Flacher Kunststoffnippel | etwa 3 mm | Konkretes Packermodell und Anschlusskompatibilität prüfen. |
| Flachkopf M10x1 / G 1/4 | etwa 4 mm | Ein größerer Anschlussdurchgang kann weiterhin durch den Schaftkanal begrenzt sein. |
| CPC-Backenanschluss, M10x1 / G 1/4 | etwa 7,5 mm | Großer Durchgang und Schiebeventil; Gewinde und System abstimmen. |
M6x1 und M10x1 bezeichnen metrische Gewinde. G 1/4 ist ein eigener zölliger Anschluss. Ähnliche Maße machen diese Anschlüsse nicht austauschbar. Prüfen Sie Gewinde, Innen- oder Außenseite und Abdichtungsart beider Teile.
Das Material verändert die Anforderungen an dasselbe System
Viskosität und Temperatur
Ein viskoseres Material erzeugt in engen Kanälen höheren Widerstand. Schlauchdurchmesser und -länge auf die Viskosität bei Arbeitstemperatur abstimmen. Auch die Reaktionszeit berücksichtigen.
Ändert sich die Förderleistung, prüfen Sie Temperatur und Zeit seit der Materialvorbereitung. Harz kann während der Arbeit eindicken; eine Pumpeneinstellung stellt die ursprünglichen Eigenschaften nicht wieder her.
Partikel, Ventile und Filter
Zementsuspension enthält Feststoffpartikel. Sie benötigt Pumpe, Schlauch, Ventile und Packer, die für deren Förderung geeignet sind, besonders an der engsten Systemstelle.
Nennen Sie für die Auswahl Korngröße, Viskosität und erforderliche Förderleistung. Damit wählen wir das vollständige Suspensionssystem aus.
Materialreste verändern die Fließweggeometrie
Ablagerungen und ausgehärtetes Material verkleinern den tatsächlichen Durchgang. Ein zuvor wirksames System kann deshalb trotz unveränderter Kennzeichnung langsamer fördern. Prüfen Sie Sauberkeit und Bauteilzustand, bevor Sie Leistung oder Druck erhöhen.
Vom Symptom zur Entscheidung
| Beobachtung | Was zu unterscheiden ist | Auswahl- oder Prüfentscheidung |
|---|---|---|
| Druck steigt, Förderung gering | Widerstand an der Injektionsstelle, verengter Durchgang oder Verstopfung. | Messstelle und sämtliche Bauteile identifizieren. Nach Druckentlastung gemäß Anleitung auf Verstopfungen prüfen. |
| Förderleistung bleibt nach Nippeltausch ähnlich | Die Engstelle kann weiterhin im Schaft, in der Kupplung oder in einem früheren Systemteil liegen. | Durchgänge in Schlauch, Kupplung, Nippel und Packerkanal vergleichen. |
| Förderleistung verändert sich mit der Zeit | Materialbedingungen, Systemtemperatur, Verunreinigung oder Gerätezustand. | Verarbeitungszeit, Temperatur und Bauteilzustand prüfen. Das Manometer allein reicht nicht aus. |
| Material tritt an Kupplung oder Gewinde aus | Undichte Verbindung: Die Pumpenfördermenge entspricht nicht mehr der im Bauwerk ankommenden Menge. | Anschlussgeometrie, Zustand und Abdichtungsart prüfen. Ursache vor Fortsetzung der Arbeit beheben. |
Das Gewinde passt — aber ist das Gesamtsystem kompatibel?
Kegelkupplung auf Kegelnippel und Flachkopfkupplung auf Flachkopfnippel abstimmen. Auch Gewinde, Dichtung und Kanaldurchmesser prüfen. Beide Nippelarten können dasselbe Gewinde M6×1 haben.
Die Pumpeneinstellung muss innerhalb der Grenze jedes angeschlossenen Bauteils bleiben: Schlauch, Kopf, Kupplung und Packer.
Ein größerer Anschluss.
Derselbe Kanal.
Die beiden Beispielpacker haben denselben Körper, dieselbe Dichtung und denselben Schaftkanal. Der Nippel ändert sich. Ein größeres Gewinde beseitigt keine weiter hinten liegende Engstelle.
Ein Nippeltausch vergrößert den Schaftkanal nicht. Prüfen Sie den Durchgang im konkreten Packer separat.
